Badische Zeitung 09.01.2006
Frau in letzter Minute gerettet
Halle mit Autogebrauchtteilen brennt in Neuenburg nieder / 300 000 Euro Sachschaden
NEUENBURG
NEUENBURG AM RHEIN (mps). Bei einem Grossbrand in Neuenburg wurde eine Anwohnerin mit sehr schweren Rauchgasvergiftungen in die Freiburger Uniklinik eingeliefert. Nur durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehrleute konnte die bewusstlose Frau vor dem Erstickungstod bewahrt werden.
Am Samstagabend gegen 22.45 Uhr entdeckten Verkehrsteilnehmer das Feuer in der Halle eines Autogebrauchtteile-Händlers in der Fischerstrasse. Beim Eintreffen der örtlichen Feuerwehr, die mit allen Abteilungen im Einsatz war, schlugen bereits die Flammen aus dem Dach. Der herbeieilende Eigent¨mer des Anwesens machte darauf aufmerksam, dass sich seine Ehefrau in dem der Halle anschliessenden Wohnhaus befinde. Die Flammen hatten sich rasend schnell über den gesamten Gebäudekomplex ausgebreitet. Zwei Rettungstrupps unter Atemschutz entdeckten die 48-jährige Frau bewusstlos in dem völlig verqualmten Gebäude. Sie lag bewusstlos in der Nähe einer Terrassentür, durch die sie vermutlich der Flammenhölle zu entkommen suchte. Der Rettungsdienst des DRK Müllheim konnte die Frau reanimieren und den Kreislauf stabilisieren.
Da zahlreiche Autoreifen brannten, kämpften die Wehrleute gegen sehr hohe Temperaturen. Sie arbeiten mit Wasser und Schaum. Um ausreichend Löschwasser zu haben, wurde auch der Klemmbach angezapft. Gleichzeitig galt es, eventuell verunreinigtes Löschwasser aufzufangen. Unterstützt wurde die Neuenburger Wehr durch Müllheimer Kollegen.
Der Notfallseelsorger der Feuerwehr betreute die Angehörigen der Frau. Die Untersuchung der Brandursache hat die Kriminalpolizei übernommen. Der Sachschaden wird auf mindestens 300 000 Euro geschätzt.

Rasend schnell breitete sich das Feuer in der Halle mit Autogebrauchtteilen aus und entwickelte immense Temperaturen. (FOTO: VOLKER MüNCH)
Nachtrag vom 11.01.2006
Verletzter Frau geht es besser
Brandursache noch unklar
NEUENBURG AM RHEIN (mps). Gute Nachricht aus Neuenburg: Der Frau, die beim Grossbrand in Neuenburg am Rhein am Samstagabend eine sehr schwere Rauchvergiftung erlitten hat, geht es nach Mitteilung der Polizei besser. Durch das beherzte Eingreifen der Neuenburger Feuerwehrleute konnte sie gerade noch rechtzeitig aus dem brennenden Wohnbereich einer Autoteileverwertungsfirma in der Fischerstrasse gerettet werden. Dank der schnellen Rettung und der Wiederbelebungsmassnahmen des DRK-Rettungsdienstes sowie auch der medizinische Betreuung in einer Freiburger Klinik konnte der Frau das Leben gerettet werden. Sie kann die die Frau in den nächsten Tagen aus der Klinik entlassen werden.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern allerdings noch an. Ein technischer Defekt wird nicht ausgeschlossen. Hinweise auf eine Brandstiftung liegen bisher allerdings nicht vor, teilte die Polizei mit.
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