Aktuelle Nachrichten Badische Zeitung vom 16. Oktober 2001 Großalarm für sämtliche Abteilungen der Wehr Neuenburger Floriansjünger proben bei der Firma Markgräfler Mineralbrunnen den Ernstfall / Brand in der
Kompressoranlage
NEUENBURG-STEINENSTADT (mpf). Ein Brand in einer Kompressoranlage der Steinenstadter Firma Markgräfler Mineralbrunnen sorgte in
Neuenburg am Rhein am Samstag für Großalarm. Sämtliche Abteilungswehren rückten zum Einsatzort aus, um verletzte
Personen zu bergen und den Brand zu löschen. Was sich wie ein spektakulärer Großeinsatz anhörte war tatsächlich das
Szenario der traditionellen Herbstabschlussübung der Gesamtwehr.
Angenommen wurde ein technischer Defekt in einer Kompressoranlage im Randbereich der Produktionshalle. In der Nähe des
Kompressors sind verschiedene jede für sich genommen ungefährliche Chemikalien zur Reinigung der Flaschen und der
Anlage gelagert, die sich durch den Brand" zu gefährlichen Gasen und Flüssigkeiten verbinden könnten. Die
Aufgabenstellung: vermisste Personen suchen und retten, den Brand löschen und die Chemikalienbehälter kühlen.
Insgesamt fünf Atemschutztrupps machten sich auf die Suche nach den Vermissten. Sie wurden fachgerecht aus dem
Gefahrenbereich geborgen und zur weiteren Versorgung an die DRK-Schnelleinsatzgruppe aus Müllheim übergeben. Weitere
Wehrleute mit Atemschutzgeräten drangen zur Brandbekämpfung und zur Kühlung der Chemikalienbehälter in das Gebäude
ein. Die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung bereitete trotz des geringen Wasserdrucks im Bereich der Firma keine allzu
großen Probleme. Die Feuerwehr Grißheim hatte sehr schnell die Löschwasserversorgung aus dem benachbarten
Thermalsportbad sichergestellt. Entsprechend positiv fiel am Ende das Fazit von Gesamtkommandant Christof Ziel aus. Das
ursprünglich größte Problem, die Löschwassermenge, könne das ganze Jahr über aus dem Schwimmbad mit einem Volumen
von einer Million Liter Wasser sichergestellt werden. Auch die Menschenrettung funktionierte gut, die Versorgung bis zum
Eintreffen des DRK konnte ebenfalls fachgerecht sichergestellt werden.
Es war beeindruckend, diese Übung mitzuerleben und zu sehen, dass alles funktioniert", kommentierte Bürgermeister
Joachim Schuster den Einsatz. Lob gab es von Schuster für die emotionsfreie und gute Zusammenarbeit zwischen den
Abteilungen.
Die Einsatzbereitschaft und den Kooperationsgeist lobte Steinenstadts Ortsvorsteher Gustav Günter dankbar. Angesichts der
positiven Beurteilung seitens der Kommunalpolitik bedankte sich Kommandant Ziel mit den Worten: Wir sind froh, dass die
Stadt und der Gemeinderat hinter uns stehen."