MÜLLHEIM (mps). Noch gehören Frauen bei den Feuerwehren eher zu den Ausnahmen.
In vielen Wehren des Landkreises gehören überhaupt keine Vertreterinnen des
weiblichen Geschlechts zur Einsatzmannschaft. Doch das kann sich im Laufe
der nächsten Zeit ändern, wie jetzt die Truppmann-Ausbildung, organisiert
von den Feuerwehren Müllheim und Neuenburg, gezeigt hat. Drei Frauen nahmen
daran teil.
Und die Leistungen der Feuerwehrfrauen
können sich sehen lassen. Mit der Ausbildung zum Truppmann, wie die umfangreiche
Grundausbildung der Feuerwehren über 70 Stunden heißt, erhalten die frisch
gebackenen Einsatzkräfte das erste Rüstzeug für ihre verantwortungsvolle
und vielseitige Ausbildung. Dabei spielen theoretische Kenntnisse genauso
eine Rolle wie die Beherrschung der modernen Feuerwehrtechnik.
Alle
Hände voll zu tun hatten die Ausbilder aus Müllheim und Neuenburg, um die
37 "Frischlingen" aus Müllheim, Feldberg, Britzingen, Vögisheim, Niederweiler,
Zunzingen, Neuenburg, Steinenstadt, Grißheim, Wittnau und Auggen auf den
Ernstfall vorzubereiten. Im Mittelpunkt standen die Brandbekämpfung, die
technische Hilfeleistung etwa bei Verkehrsunfällen, das Kennenlernen der
technischen Ausrüstung der verschiedenen Fahrzeugarten, taktisches Vorgehen
im Ernstfall, der Eigenschutz und Erste Hilfe. Einblicke in die Strukturen
der Feuerwehren und über die Aufgaben der Fachberater, die die Wehrleute
bei Einsätzen unterstützen, gehörten ebenfalls zu dem Lehrgang, der zu zwei
Dritteln aus praktischen Übungen bestand. Mit dem erfolgreichen Abschluss
- alle Teilnehmer bestanden die Prüfung - besitzen die frisch gebackenen
Floriansjünger den "Führerschein für Einsatzkräfte".
Gezeigt hatte
sich, dass die drei künftigen Feuerwehrfrauen ihren männlichen Kollegen in
Nichts nachstehen und in den verschiedenen Ausbildungsteams durchaus "ihren
Mann" gestanden haben. Der kompakten Grundausbildung schließt sich nun die
wehrinterne Ausbildung vor Ort im Alltag an.