NEUENBURG-STEINENSTADT (mpf).
Die Feuerwehr Steinenstadt war voll im Einsatz. Dieses Mal
allerdings nicht bei einem Notfall: es galt den 75. Geburtstag der Wehr zu feiern. Die Stadt
Neuenburg und der Ortsteil können auf ihre Feuerwehr stolz sein", unterstrich Bürgermeister
Joachim Schuster den Stellenwert der Abteilungswehren beim Festakt.
Die Feuerwehren der Gesamtstadt präsentierten sich schlagkräftig und einsatzbereit, betonte Schuster in seinem Grußwort.
Deshalb gelte es nun im Namen der Bürgerinnen und Bürger den Wehrangehörigen für ihren aufopferungsvollen Dienst zu
danken.
Ein Rückblick mache deutlich, so Schuster weiter, dass sich bei der Feuerwehr eine rasante Entwicklung vollzogen hat. Längst
gehöre nicht nur die Brandbekämpfung zum Tätigkeitsfeld. Auch die technischen Hilfeleistungen bei Unfällen und im
Umweltschutz spielen inzwischen eine große Rolle. Entsprechend gut ausgerüstet und ausgebildet sei die Wehrmannschaft.
Der Stadt Neuenburg sei es gerade in den vergangenen Jahren gelungen, die Bedingungen für den selbstlosen Einsatz der
Floriansjünger entscheidend zu verbessern, betonte Joachim Schuster und verwies auf die umfangreichen Investitionen in
Steinenstadt. Als Beispiel nannte er den Bau des neuen Gerätehauses und die Ausrüstung der Wehr. Dies zeige deutlich,
welchen Stellenwert die Stadt Neuenburg ihren Feuerwehren beimesse.
Wichtig sei auch die gute Kameradschaft unter den Wehrmännern und deren kultureller Beitrag für die Dorfgemeinschaft.
Schuster nutzte die Gelegenheit, ein Bekenntnis zugunsten der Ortsfeuerwehren abzulegen. Sie seien aufgrund ihrer Nähe
und ihrer Ortskenntnisse im Ernstfall unverzichtbar.
75 Jahre Feuerwehr bedeute, dass schon drei Generationen von Bürgern zuvor in der Gewissheit leben konnten, einen
unentwegten Einsatz freiwilliger Helfer im Ernstfall erfahren zu können, so Ortsvorsteher Gustav Günther. Den typischen
Feuerwehrmann umschrieb Günther mit folgenden Worten: Er sei hilfsbereit, belastbar, integrationsfähig, kameradschaftlich
und stets einsatzbereit. Entsprechend gut müssten sich die Bürger fühlen, solche Menschen um sich zu haben, die jederzeit
und völlig selbstlos für ihre Mitmenschen eintreten, so Günther. Der Schutz der Bürger und deren Eigentum sei aber oftmals
mit großen Gefahren verbunden, manchmal sogar mit Risiken für das eigene Leben, hieß es weiter. Mit dem Bau des neuen
Gerätehauses habe die Stadt auch den Fortbestand der Ortswehr in Steinenstadt garantiert, bedankte sich Günther beim
Bürgermeister für die großen Investitionen. Aber auch die Rolle der Abteilungswehr im Gesamtverbund der Stadt wollte der
Ortsvorsteher nicht unerwähnt lassen. Ganz nach dem städtischen Motto Vier sind eins" erfahre die Steinenstadter Wehr bei
großen Einsätzen die Unterstützung der anderen Abteilungen und eile selbst auch als Hilfe in anderen Ortschaften der
Gesamtstadt. Das Engagement der Wehrleute bezeichnete Günther als Idealismus in Reinkultur".
Noch heute lebt die Wehr von den Idealen der Gründerzeit", berichtete Abteilungskommandant Franz Aechtle. Ständiges
Üben und die Pflege der Kameradschaft seien für die stete Einsatzbereitschaft erforderlich. Die ständige Zunahme der
Aufgaben erfordere auch immer mehr ehrenamtliche Verantwortung, unterstrich Kreisbrandmeister Hansjörg Hagenbach.
Deshalb könnten die Steinenstadter Bürger stolz auf ihre gut ausgerüstete Wehr sein, so Hagenbach. Den Glückwünschen
schlossen sich auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Isele, und Neuenburgs Gesamtkommandant Christoph Ziel an.