... "Am 04. September 1956 konnte man den ersten Einsatz seit der Wiederbegründung der Feuerwehr verzeichnen.
Der Brand, ein Bienenstand in der Nähe eines Wohnhauses, verursacht durch ein explodierendes Motorrad,
wurde schnell von der Feuerwehr gelöscht." ...
... "Mittels läuten der Kirchenglocken wurde die Wehr am 10.11.1959 zum großen Einsatz gerufen. In einem neugebauten Stall kam es durch Kurzschluss eines Motors zum Brand.
Aber durch das schnelle Eingreifen binnen kürzester Zeit konnte der Brand zum erlöschen gebracht werden, so dass grösserer Schaden verhindert werden konnte.
Nur etwa drei Wochen später wurde die kleine Wehr zu einem besonderen Einsatz gerufen. Doch lesen Sie selbst:
Am 3. Dezember 1959 hatte die Feuerwehr einen Einsatz dem an Panik und Angst nichts mehr fehlte.
Wenn einer oder der andere der Wehrmänner glaubte das Hornsignal um 21:00 Uhr rufe zu einer abendlichen Übung so
wurde er in der gleichen Minute eines anderen belehrt. Die Stromversorgung blieb aus und setzte das ganze Dorf in dunkel und schon hörte man von angsterfüllten
Dorfbewohnern, da"s es in der Scheune der Witwe Sinner brennt. Wider-er-wartend war die Feuerwehr in sekundenschnelle am Gerätehaus. Der Kommandant
teilte die Wehrmänner in 2 Gruppen ein. Gruppe 2 war in der 4. Minuten an der Brandstelle und begann das Nebengebäude abzuschirmen. Gruppe 1 nahm den
Einsatz mit der Motorspritze vor welche in der 5. Minute an an der unteren Brusche\footnote{kleiner Wasserfall} in Betrieb war. Trotz schlechter Sicht- verhältnisse
hatte man die Schlauchleitung schnell verlegt und 4 Minuten später hatte man am Brandherd Wasser. Froh über die bei der Dunkelheit so schnelle Rüstzeit standen
die Männer an den Strahlrohren plötzlich vor der Frage: Was sollen wir bekämpfen und was retten? Wo vor einer halben Minuten noch ein gefährliches Feuer zum
Himmel loderte war plötzlich völlige Dunkelheit. Was war geschehen? Unserem tüchtigen und einfallsreichen Kommandanten ist es gelungen einen völlig geheimen
und bis ins letzte ausgedachten künstlichen Brand vorzutäuschen. Zur Erzeugung des Feuers hinter der Scheune wurden chemische Stoffe verwendet. Große
Erschwernis brachte den Feuerwehrmänner das Ausbleiben des elektrischen Lichtes. Hier spürte man den Mangel an größeren Taschenlampen wovon die
Feuerwehr einen Bedarf von mindesten 6 Stück hat. Die guten Zeiten die aber trotzdem erreicht wurden kann man dem guten Ausbildungsstand der Feuerwehr
verdanken. Anschließend sprach der Kommandant der fast voll-ständig erschienenen Wehr den Dank aus, besonders aber der Altersmannschaft die es sich nicht
nehmen ließ beim Einsatz mitzuhelfen." ...
... "Zum nächsten größeren Einsatz mußte man am 10. Juli 1981 als ein Blitz in eine Scheune einschlug und diese in Brand setzte.
Durch den Blitzeinschlag kam es auch zu einem Stromausfall im Ort, wodurch weder Feuersirene noch Telefon funktionierten, so daß die Wehrmänner mündlich
verständigt werden mussten. Zu all diesem Übel kam auch noch, daß die Jugendfeuerwehr mit dem Feuerwehrauto unterwegs war und so kein Fahrzeug zur
Verfügung stand. Da man aber die Ausrüstung zuhause gelassen hatte und der Brandort nicht weit weg von vom Spritzenhaus entfernt war, konnte man dennoch
schnell einen erfolgreichen Löschangriff vornehmen. Größerer Schaden konnte dadurch vermieden werden." ...
... "Im Februar 1983 schlug der Feuerteufel wieder zu. Es
brannte wieder eine Scheune in der Siedlung Stein. Das Übergreifen der Flammen auf das Wohnheim konnte verhindert werden, doch wurden Scheune, Stall und
Maschinenpark ein Opfer der Flammen." ...
... "Die Jugendfeuerwehr und die Aktive Wehr bauten im Sommer 1983 in eigener Regie den Grillplatz am Kohler aus. Es wurde eine feste Grillstelle
gemauert und ein großer Tisch mit Bänken fest installiert. Damit wurde ein attraktiver Grillplatz geschaffen. Der gebaute Grillplatz fand 1984 seine erste offizielle Anwendung in Form eines Grillfestes zum 1. Mai. Dieses
Fest wird bis heuet an jedem 1. Mai ausgerichtet und von der Trachtenkapelle Steinenstadt musikalisch umrahmt." ...
... "Im Septemper diesen Jahres ereignete sich einer
der schlimmsten Einsätze, als zwischen Schliengen und Steinenstadt 2 PKW's zusammenprallten und in Brand gerieten. Ein Mensch wurde Opfer der Flammen.
Aufgrund ihrer größe ist die Wehr nicht für Chemieunfälle technisch ausgerüstet, was aber nicht bedeutet, daß man damit nicht konfrontiert wird. Am 3. April 1985
wurde man zur Unterstützung von Aufräumarbeiten eines spektakulären Chemieunfalls gerufen. Dieser ging damals wegen der Gefährlichkeit durch alles Medien. Auf
der Autobahn bei Neuenburg hatte ein Lastwagen Stückgut geladen und verunfallte. Da viele verschiedene Gefahrgüter in Fässer transportiert wurde und diese nicht
kennzeichnungpflichtig waren, wußte man lange Zeit nichts über die Ladung und deren Gefährlichkeit, was diesen Einsatz so heikel machte." ...