Badische Zeitung 29.06.2006
Einsatzkräfte arbeiten professionell
NEUENBURG-STEINENSTADT. Grossübung der Neuenburger Gesamtwehr im Kieswerk Steinenstadt mit simuliertem Brand und angenommenem Verkehrsunfall
Von unserem Mitarbeiter Volker Münch
NEUENBURG-STEINENSTADT. Mit einer groß angelegten Übung unterstrich die Gesamtfeuerwehr Neuenburg ihre Leistungsfähigkeit. Und das vor außergewöhnlich vielen Stadträten, die der Einladung ins Kieswerk nach Steinenstadt gefolgt waren.
Ein besonderes Augenmerk galt der Alarmierungsstruktur, dem Einsatz von Geräten und der Zusammenarbeit der vier Abteilungen. Angenommen wurde ein
Brand im Werkstatt- und Wohngebäude des Kieswerks Sattler, wo mehrere Personen vom Rauch eingeschlossen wurden. Auch wurde ein Verkehrsunfall sim
uliert, bei dem ein Pkw mit einem Radlader kollidierte, nachdem beide Fahrer vom Brand abgelenkt worden waren. "Ein solcher Unfall hat sich tats&
auml;chlich kürzlich so ereignet" , erklärte Gesamtkommandant Andreas Grozinger.
Obwohl die Abteilung aus Steinenstadt wenige Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort eingetroffen war, verzögerte sich die Rettung der vom Rau
ch Eingeschlossenen. Grund dafür war die fehlende Wasserversorgung für die Atemschutztrupps, die erst vom 300 Meter entfernten Baggersee auf
gebaut werden musste. "Das Steinenstadter Löschfahrzeug hat kein Wasser an Bord, und einen Hydranten gibt es ebenfalls nicht" , bedauer
te der Kommandant.
Im Minutentakt trafen Einsatzkräfte der Abteilungen Neuenburg, Zienken und Grißheim ein. Entsprechend des Einsatzkonzeptes unterstützt
e das Bad Bellinger Drehleiterfahrzeug die örtlichen Kräfte. "Über unseren Feuerwehrverbund werden wir je nach Ortsteil mit den Dr
ehleiterfahrzeugen auch aus Müllheim und Heitersheim unterstützt" , erklärte Grozinger. Am Ende der Übung waren rund 80 Feuer
wehrleute und zahlreiche Helfer des DRK-Ortsverbandes Neuenburg und der DRK-Schnelleinsatzgruppe Markgräflerland am Einsatz beteiligt.
"Es wurde deutlich, wie gut heutzutage die Zusammenarbeit aller Hilfskräfte funktioniert" , freute sich Bürgermeister Joachim Schu
ster über das professionelle Wirken. Heute übernähmen die Feuerwehren viele Aufgaben, bei der die Stadt mit der Bereitstellung der Ausr
üstung unterstützend tätig werden müsse. In diesem Zusammenhang bedankte sich Schuster auch bei den örtlichen Firmen, die mit
Spenden die Beschaffung von Geräten — beispielsweise der teuren Wärmebildkamera — unterstützten.

Auch ein simulierter Verkehrsunfall beschäftigte die Einsatzkräfte der Gesamtwehr Neuenburg im Rahmen der Großübung.
(FOTO: VOLKER MüNCH)
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